Wandern im Altmühltal: Kipfenberg – Arnsberg
Eine schöne, einfache und gemütliche Runde an der schönen Altmühl.
Der Rund-Weg ist 10 km lang, hat am Anfang eine schöne Steigung und geht ab dann gemütlich durch die Wälder, Hügel und entlang der Altmühl.
Details:
Länge: 10,1 km
Dauer: 2 1/2 Stunden
Schwierigkeit: Einfach
Orientierung: Einfach
Höhenmeter: 299 m
Schöne Aussicht, ruhiges Wandern und gutes Essen.
Beschreibung:
Von der A9 (München – Nürnberg) nach Kipfenberg:
View Kipfenberg in a larger map
Am Besten parkt man am gut ausgeschilderten Parkplatz in der Förster Strasse in der Ortsmitte und überlegt sich gründlich, ob man vor der Wanderung noch in einem der alten Gasthöfe und Biergärten eine kleine Stärkung zu sich nimmt. Von hier aus hat man einen schönen Blick auf die Burg, gebaut im 12. Jahrhundert für den Ritter Kropf. Nach dem Kropf hatte die Burg noch einige Einentümer: Die Bischöfe von Eichstätt, ein Indsutrieller, ein Postbote (!) und seit 1914 eine Familie aus Potsdam, die die Burg noch als Privatbesitz nutzt. (Mehr Infos zur Kropf Burg auf Wikipedia)

Von da aus geht’s auf der Eichstätter Strasse Richtung Eichstätt bis nach ca. 100 Meter ein kleiner Weg nach links abbiegt (Hier beginnt der Wanderweg “2″). Jetzt geht’s etwas steil nach oben und Sie hätten wahrscheinlich doch lieber auf den Schweinabraten und die Maß Bier verzichtet…. Aber das fluchen verhallt im Walde und Sie haben’s auch – ja nach Kondition – nach 10 Minuten bis 3 Stunden geschafft und stehen oben am Berg. Und jetzt die Aussicht…. gibts noch nicht. Dazu müssen Sie dann erst noch eine gute halbe Stunde nach rechts weiterwandern. Ohne es zu merken laufen Sie dann über die Reste einer germanischen Siedlung mit Wehrmauern und Türmen.
An der ersten Lichtung dann nach Links abbiegen und nach 100 Meter wieder rechts dem Waldrand entlang (bei dem Wegweiser-
Stein, der übrigens auch die örtliche Meterologische Zentrale ersetzt: Ist der Stein naß, dann regnets. Ist der Stein weiß, dann schneits, ist der Stein weg, dann hat man ihn geklaut).
Der Weg führt ein Stückchen durch den Wald und dann den Hang hinunter nach Arnsberg, mit einer schönen Aussicht auf die Altmühl und die Felsformationen. In Arnsberg, links an der Hauptstraße entlang bis rechts eine kleine Straße zur Altmühl führt, vorbei an einem Parkplatz und Spielplatz. Dann geht’s über die Brücke auf die Nordseite der Altmühl… und jetzt wirds wieder Schwierig. Sie müssen sich für eine der 3 Optionen entscheiden:
1) An dem Radweg der Altmühl entlang nach Osten Wandern und so nach einer Stunde gefahrlos und locker wieder in Kipfenberg ankommen
2) Dem Weg “2″ folgen und sich auf der anderen Seite durch die Wälder und Hügel entlang nach Kipfenberg schleppen und dort verschwitzt und durstig ankommen
3) Erstmal auf der Terasse in der Pizzaria nach der Brücke ein Bier trinken, der Form halber Option 2 ins Auge ziehen, dann aber eine Ausrede finden um Option 1 zu wählen.
Da ich Anhänger der Option 3 bin, hier die Wegbeschreibung zurück nach Kipfenberg: Die Länge beträgt 6.4 km (nüchtern – gerader Gang). Hier kann man sich nur sehr schwer verlaufen: Immer der Altmühl entlang.
Auf dem Weg liegt das kleine Dorf Böhming. Der Name geht übrigens nicht auf Böhmen zurück sondern auf einen Bajuwarischen Fürsten namens Pammo, dessen Ansiedlung – korrekte Sprache war in diesen Breitengraden seit der Antike keine Stärke der Ureinwohner – Pemmingen genannt wurde, woraus dann Bemmingen wurde, was aber ab dem 19. Jahrhundert zu plump klang und man den vornehm tönenden Namen “Böhmingen” einführte. Vor dem Pammo waren schon die Römer hier (es gab ein kleines Kastell westlich der Ortschaft) und davor noch ganz andere Bayern mit Faustkeilen aus der Steinzeit.
Und schon eine gute halbe Stunde nach Böhming ist man wieder zurück im guten Kipfenberg. Zeit für eine Einkehr
in einem der guten Gaststätten im Ort. Zum Beispiel beim Gasthof zum Limes. Da gibt’s ein gutes Schäulfe mit Knödel und ein ausgezeichnetes Bier aus dem Altmühltal. Für Ausländische Gäste steht auf Anfrage auch eine hochdeutsche Speißekarte zur Verfügung. Nach dem Essen bieten die Eisdielen auf dem Marktplatz von Kipfenberg riesige Windbeutel mit Eis und Erbeeren an!
Warnung vor wilden Tieren:
Auf dem Weg kann man unerwarteter Weise von wilden bayrischen Stechmücken, lästigen Bremsen und heimtückischen Wolperdingern angegriffen werden. Bei Wolperdinger Angriff, flach auf den Boden legen, die bayrische Nationalhymne singen und auf Hilfe warten!
Vorsicht auch vor Nordic Walkern, die Sie mit ihren Stöcken unbemerkt über den Haufen rennen können.

Doping:Helles: Hofmühl Bier (Eichstätt) http://hofmuehl.de/
Weissbier: Guttmann (Titting) http://www.brauerei-gutmann.de/
| 75 g | Butter |
| 2 | Eier |
| ½ TL | Salz |
| 1 Prise | Pfeffer |
| 1 EL | Kräuter, frische, gehackt, evtl. |
| 75 g | Semmelbrösel |
| 1 Liter | Fleischbrühe |
| Schnittlauch oder Petersilie | |
| Majoran | |
| Muskat |
Die weiche Butter schaumig rühren. Eier und evtl. Kräuter zugeben, würzen. So viele Semmelbrösel untermischen, wie der Teig aufnimmt. Den Teig etwas quellen lassen.Brühe kochen. Aus dem Teig “kleine Knöderln” formen und nur wenige Minuten in der Brühe garen.











Idee für einen Bayrischen Triathlon:
Nach Kipfenberg radeln, bis Arnsberg wandern, dann ein Kanu leihen und auf der Altmühl zurück nach Kipfenberg paddeln.